Energie

Schutz vor billiger Konkurrenz EU-Rat billigt schärfere Zollregeln für Stahlimporte

Jun 9, 2026 IDOPRESS

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Ein Stahlarbeiter von Thyssenkrupp bei der Arbeit

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Die Europäische Union hat schärfere Regeln für Stahlimporte beschlossen. Damit wollen die EU-Staaten den europäischen Markt vor globaler Überproduktion und billiger Konkurrenz insbesondere aus China,Indien und der Türkei schützen.

Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Mengen,die diese Grenze überschreiten,sollen mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden,doppelt so viel wie bisher.

»Stahl ist für die industrielle Basis Europas,seinen ökologischen Wandel und seine Sicherheit unverzichtbar«,teilte Zyperns Industrieminister Michael Damianos mit. Zypern hat derzeit den Vorsitz des Rats der EU-Staaten inne. Die Regeln gelten ab 1. Juli.

Die EU ist nach Angaben des Rats der drittgrößte Stahlproduzent der Welt. Rund 300.000 Menschen seien direkt in diesem Industriebereich beschäftigt.

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Die Neuregelung war zuvor mit Vertretern des Europäischen Parlaments ausgehandelt worden. Die Abgeordneten bestätigten den Kompromiss bereits formal.

czl/dpa