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Auswertung des Ersatzkassen-Verbands Zuzahlungen für Pflege im Heim steigen weiter

Jan 23, 2026 IDOPRESS
Bewohner von Pflegeheimen müssen immer mehr selbst bezahlen. Die monatlichen Eigenanteile im ersten Jahr in der Einrichtung sind auf durchschnittlich 3245 Euro geklettert. Regional gibt es aber große Unterschiede.

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Pflege (Symbolfoto): Wer länger im Heim bleibt,profitiert von höheren Entlastungszuschlägen

Foto: Nata Dietrich / Getty Images

In der Pflege gehen die Zahlungen für Heimplätze weiter hoch. Im ersten Jahr in der Einrichtung müssen Bewohnerinnen und Bewohner im bundesweiten Schnitt nun monatlich 3245 Euro aus eigener Tasche zahlen,wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) mit Stand zum 1. Januar ergab.

Das waren monatlich 137 Euro mehr als zum 1. Juli 2025 und 261 Euro mehr als Anfang vergangenen Jahres. Der Anstieg verschärft den Druck auf die schwarz-rote Koalition,mit einer in diesem Jahr angepeilten Reform Pflegebedürftige insgesamt zu entlasten.

In den Summen ist ein Eigenanteil für Pflege und Betreuung enthalten. Denn die trägt die Pflegeversicherung – anders als bei der Krankenversicherung – nicht komplett. Auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen Bewohnerinnen und Bewohner und häufig auch noch deren Familien zu einem großen Teil selbst zahlen.

Löhne für Pflegekräfte treiben Kosten

All das ist nun abermals teurer geworden. Regional gibt es dabei große Unterschiede,wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die neuen Zahlen berichtet. Im Ländervergleich am teuersten war die Pflege im ersten Jahr im Heim zum 1. Januar in Bremen mit durchschnittlich 3637 Euro im Monat und im Saarland mit 3601 Euro. Am niedrigsten war die monatliche Belastung im ersten Jahr im Heim nun in Sachsen-Anhalt mit 2720 Euro sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit je 2903 Euro.

Hauptkostentreiber sind Personalausgaben für dringend benötigte Pflegekräfte,so der vdek. Zu Buche schlagen sie beim Eigenanteil nur für die reine Pflege: Der rechnerische Ausgangswert nur für diesen Eigenanteil in den Pflegeheimen stieg jetzt im bundesweiten Schnitt auf 1982 Euro im Monat,das waren 222 Euro mehr als Anfang 2025.

Teurer geworden sind aber auch Unterkunft und Verpflegung. Fällig werden nun im Schnitt 1046 Euro im Monat und damit 56 Euro mehr als zum 1. Januar 2025. Ausgewertet wurden Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern,wie der Ersatzkassenverband erläuterte. Ihm gehören etwa die Techniker Krankenkasse,die Barmer und die DAK-Gesundheit an.

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apr/dpa