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Windräder in Ningxia,einem autonomen Gebiet Chinas
Foto: CFOTO / picture alliance
In China habe er »keine Windparks finden können«,behauptete Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Kritik des US-Präsidenten wies die Volksrepublik prompt zurück.
Chinas Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel und bei der Förderung erneuerbarer Energien seien für jedermann ersichtlich,sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun. China liege bei der installierten Leistung aus Windkraft seit 15 Jahren weltweit auf dem ersten Platz.
Durch den Export von Anlagen für Windkraft und Photovoltaik seien in anderen Ländern zudem rund 4,1 Milliarden Tonnen CO₂-Emissionen eingespart worden,so Guo Jiakun. Man sei bereit,den weltweiten ökologischen Wandel gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft voranzutreiben.
macht China fast 50 Prozent der weltweit installierten Windkraftleistung aus. Damit ist China weltweit Spitzenreiter«,schreibt SPIEGEL-Dokumentar Dennis Barg. (Den SPIEGEL-Liveblog zu Trumps Rede in Davos mit Meldungen,Analysen und Faktenchecks lesen Sie hier
.)
Trump hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Käufer chinesischer Windanlagen als »dumm« bezeichnet. Der US-Präsident kritisiert Windkraft offen als hässlich,teuer und ineffizient. Trump rückte fossile Brennstoffe und die Kernkraft in den Mittelpunkt seiner Energiepolitik. Entsprechend seinem Leitspruch »drill,baby,drill« forciert seine Regierung die Förderung von Öl und Erdgas,während sie zeitgleich gegen Solarenergie und Windkraft vorgeht.
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China wiederum überholte die USA im Jahr 2010 bei der installierten Kapazität von Windenergie. Im vergangenen Jahr überstieg die Kapazität zur Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in China erstmals die aus fossilen Brennstoffen.
Der massive Ausbau in Fernost wird durch staatliche Investitionen gefördert,was jedoch auch zu Handelskonflikten führt. Die Europäische Union leitete 2024 eine Untersuchung zu Subventionen für chinesische Windkraftanlagen ein,um heimische Firmen vor billigen Importen zu schützen. Die Regierung in Peking kritisierte dies als Protektionismus.
naw/Reuters