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VW-Chef Oliver Blume
Foto: Pedro Pardo / AFP
Rüstungsgeschäft statt Autoproduktion: Der Chef des Volkswagenkonzerns,Oliver Blume,hat im Gespräch mit der »Bild«-Zeitung über seine Pläne für das Osnabrücker Werk gesprochen. Die Zukunft des Standorts könnte demnach in der Verteidigungsindustrie liegen.
Ab 2027 werden dort im Rahmen eines Sparplans keine VW-Produkte mehr produziert. Das Unternehmen sei »deshalb in intensiven Gesprächen mit Unternehmen der Verteidigungsbranche«,so der Konzernchef. Er sei »sehr zuversichtlich,dass wir in diesem Jahr dazu eine Entscheidung treffen werden«,fügte er hinzu.
»Sicherheit will und braucht jeder in Deutschland«,sagte Blume. »Es gibt einen klaren Auftrag der Bundesregierung,unser Land verteidigungsfähig zu machen.« Laut Blume sieht der Konzern darin eine große Chance,»in der Automatisierung und in der Qualifikation unserer Mannschaft in Osnabrück einen Beitrag zu leisten.«
Trotz der neuen Ausrichtung betonte der Konzernchef,dass Volkswagen keine Waffen produzieren werde. »Wir werden unser Know-how dort einbringen,wo wir am besten sind,Fahrzeuge für den militärischen Transport könnten eine Richtung sein«,sagte er. »Wir reden nicht von Panzern.«
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Im März hatte die »Financial Times« berichtet,der Wolfsburger Autobauer verhandle mit dem israelischen Staatskonzern Rafael Advanced Defence Systems,um in dem Werk mit 2300 Arbeitsplätzen künftig Teile für das israelische Raketenabwehrsystem »Iron Dome« zu fertigen. Demnach sollen unter anderem Lastwagen für den Transport der Raketen gebaut werden,außerdem Startvorrichtungen und Stromgeneratoren,aber nicht die Geschosse selbst.
jah/AFP/Reuters