

Bild vergrößern
Unternehmer Elon Musk: Unregelmäßigkeiten bei Twitter-Übernahme
Foto: Brendan Smialowski / AFP
Eine US-Richterin hat eine geplante Einigung zwischen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und einem Treuhandfonds des Unternehmers Elon Musk gestoppt. Die Richterin deutete an,der Deal,der eine Geldstrafe von lediglich 1,5 Millionen Dollar vorsieht,könne dazu dienen,Musk persönlich vor einer Strafe zu schützen. Sie könne eine Vereinbarung mit derart vielen »Unregelmäßigkeiten« nicht einfach absegnen,erklärte die Richterin in Washington am Mittwoch.
Der SEC zufolge ermöglichte die verzögerte Offenlegung,dass Musk Aktien zu niedrigeren Preisen kaufen konnte. Er soll so Mehrkosten in Höhe von 150 Millionen Dollar gespart haben. Dennoch bot die Behörde die Beilegung des Verfahrens an.
In der angestrebten Einigung mit Musk Anfang des Monats wurde die ursprünglich geforderte Geldstrafe von 150 Millionen auf lediglich 1,5 Millionen Dollar gesenkt. Das entspricht einer Herabsetzung um 99 Prozent.
In der geplanten Einigung wurde Musk zudem als Person aus der Klage entfernt und durch einen seiner Treuhandfonds ersetzt,so könnte der Milliardär einer persönlichen Haftung entgehen.
Die Richterin in Washington bezeichnete diese Punkte nun als Warnsignale und stoppte den juristischen Vergleich. Ein Sprecher der SEC lehnte eine Stellungnahme ab.
fys/Reuters