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Flughafen Frankfurt (Symbolbild)
Foto: Hannes P Albert / dpa
Zwei Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens sind an den Folgen einer Malaria-Infektion gestorben. Ein Todesfall ereignete sich Anfang Juli,wie das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt mitteilte. Der zweite Mitarbeiter starb laut dem Flughafenbetreiber Fraport im August. Ursache der Infektionen sollen importierte Mücken sein.
Insgesamt seien sechs Flughafenbeschäftigte betroffen,teilte das Frankfurter Gesundheitsamt mit. Den anderen vier Infizierten gehe es mittlerweile wieder gut,alle seien behandelt worden. Nach Angaben des Gesundheitsamts infizierten sie sich mit Malaria tropica,laut Robert Koch-Institut (RKI) die gefährlichste Malaria-Art.
Mitte Juli hatte das RKI zunächst einen Ausbruch von vier Malaria-Erkrankungen bestätigt. »Es wird davon ausgegangen,dass die Infektion durch eine mit dem Flugzeug importierte infizierte Anophelesmücke übertragen wurde«,hieß es damals vom RKI in seinem »Epidemiologischen Bulletin«. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist demnach nicht möglich.
Von Fraport hieß es nun,es seien erfolgreich Mückenfallen aufgestellt worden. Die gefangenen Mücken würden nun in einem Labor untersucht,sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers. »Wahrscheinlich ist die Mücke schon tot«,sagte der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt.
Laut RKI sterben jährlich etwa 600.000 Menschen an Malaria,schätzungsweise 200 Millionen Menschen erkranken in Malaria-Gebieten pro Jahr. Zu den Endemiegebieten zählen demnach tropische und subtropische Regionen aller Kontinente – mit Ausnahme von Australien. »Besonders bei Risikogruppen kann die Krankheit zu Koma und Tod führen«,schreibt das Auswärtige Amt. »Schutz vor Mückenstichen und die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten können die Erkrankung verhindern.«
Die »sehr seltene« Flughafenmalaria entstehe laut RKI,wenn eine infektiöse Mücke im Flugzeug importiert wird. Der letzte derartige Fall sei 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen dokumentiert worden.
jml/dpa