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Das Logo des Schweizer Pharmakonzerns Novartis
Foto: Arnd Wiegmann / REUTERS
Nach dem Tod von drei Patienten hat der Schweizer Pharmakonzern Novartis mehrere klinische Studien ausgesetzt. Das bestätigte eine Sprecherin des Konzerns dem SPIEGEL auf Nachfrage. Bei den Studien handelte es sich um experimentelle Behandlungen von neurologischen und Autoimmunerkrankungen. Wann genau es zu den Todesfällen kam,ist unklar. Zunächst hatte das »Wall Street Journal« berichtet.
Bei den drei Patienten sei eine »bekannte,seltene Komplikation im Zusammenhang mit CAR-T-Zelltherapien« aufgetreten,»die zu einem tödlichen Ausgang führte«,so das Unternehmen. Novartis nehme eine umfassende Überprüfung der Vorfälle vor und wolle zusätzliche Maßnahmen zur Patientensicherheit festlegen. Der Konzern arbeite mit unabhängigen Sicherheitsgremien zusammen und teile seine Erkenntnisse mit den Aufsichtsbehörden.
Bei CAR-T-Therapien werden die Immunzellen eines Patienten so verändert,dass sie ein bestimmtes Ziel erkennen und Krebszellen zerstören. Auch der US-Konzern Bristol-Myers Squibb habe ähnliche Studien zu seiner CAR-T-Behandlung bei Autoimmunerkrankungen als Vorsichtsmaßnahme pausiert,berichtete das »Wall Street Journal«.
Car-T-Zellen gegen Autoimmunerkrankungen: Beginnt ein neues Kapitel der Medizingeschichte?Von Johann Grolle




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Andere Studienprogramme bei Novartis sind dem Pharmakonzern zufolge nicht von der Pausierung betroffen. »Wir bleiben dem Ziel verpflichtet,den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten mit schweren,therapieresistenten Autoimmunerkrankungen gerecht zu werden«,so das Unternehmen.
jah/Reuters