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Krieg, Sanktionen, Inflation Russische Wirtschaft schwächelt offenbar trotz steigender Ölpreise

Apr 21, 2026 IDOPRESS
Russlands Staatshaushalt ist nach vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine schwer unter Druck. Laut Schwedens Militärgeheimdienstchef manipuliert Moskau gar Daten, um seine Wirtschaft besser dastehen zu lassen.

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Moskaus Finanzzentrum

Foto: Alexander Nemenov / AFP

Russlands Wirtschaft steckt trotz der steigenden Ölpreise während des Kriegs im Nahen Osten in großen Schwierigkeiten. Das sagte der Chef des schwedischen Militärgeheimdiensts,Thomas Nilsson,der »Financial Times«.

Demnach müssten die Preise für Urals – Russlands wichtigste Rohölsorte – ein Jahr lang über 100 Dollar pro Barrel bleiben,um das Haushaltsdefizit zu schließen – und deutlich länger,um die vielfältigen weiteren wirtschaftlichen Probleme zu bewältigen.

Machthaber Wladimir Putin hatte zuletzt selbst einräumen müssen,dass Russlands Wirtschaft hinter den Erwartungen zurückbleibt. Zuvor hatte er die Wirtschaftsprobleme lange heruntergespielt.

DER SPIEGEL

24.02.2026

Nilsson sagte der »FT« nun,Russlands Schwierigkeiten,den Ukrainekrieg zu finanzieren,würden schnell wieder steigen,sollten die Ölpreise wieder nachgeben. »Sie haben nach wie vor ein systemisches Problem«,so Nilsson. »Es ist kein nachhaltiges Wachstumsmodell,Material für den Krieg zu produzieren,das dann auf dem Schlachtfeld zerstört wird.«

Außerhalb seiner Drohnenindustrie sei Russlands militärisch-industrieller Sektor verlustreich,von Korruption und Veruntreuung durchsetzt und von Krediten staatlicher Banken abhängig,begündete Nilsson seine Einschätzung.

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Europa könnte nach Überzeugung von Schwedens Außenministerin Maria Malmer Stenergard den Prozess noch beschleunigen. »Europa tut noch nicht alles,was es kann,um der russischen Wirtschaft zu schaden«,sagte Malmer Stenergard der »FT«.

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