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Jerome Powell
Foto: Kevin Lamarque / REUTERS
Inmitten der Energiekrise und Inflationssorgen hat die US-Notenbank den Leitzins unangetastet gelassen. Eine Mehrheit des Rats der Federal Reserve (Fed) stimmte dafür,bei einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent zu bleiben. Die Entscheidung war erwartet worden.
Bereits zum dritten Mal in Folge bleibt der Leitzins gleich. Angesichts der unsicheren Weltlage bei zeitgleich hoher Inflation rücken Zinssenkungen eigentlich in weite Ferne. Die Fed stellte jedoch eine Zinssenkung in den kommenden Monaten in Aussicht.
Innerhalb des Notenbankrats herrschte jedoch Uneinigkeit darüber. Drei Mitglieder des zwölfköpfigen Gremiums wollten den Hinweis auf künftige Zinssenkungen streichen,ein viertes Mitglied,Stephen Miran,stimmte gar für eine sofortige Zinssenkung. Es handelt sich innerhalb des Notenbankrats um den größten Dissens seit 34 Jahren,wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.
Ökonomen befürchten,dass der US-Präsident über Warsh erheblichen Einfluss auf Entscheidungen nehmen und indirekt Zinslockerungen erwirken könnte. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren bezeichnete Warsh als »Handpuppe des Präsidenten«.
Trump hatte sich öffentlich wiederholt an Noch-Fed-Chef Jerome Powell abgearbeitet,der nun seine wohl letzte Zinssitzung leitete. Anders als von Trump wiederholt verkürzt dargestellt,entscheidet der Fed-Chef nicht allein über den Leitzins.
Ob Powell die Notenbank verlässt,ist unklar: Bei einer Pressekonferenz sagte der 73-Jährige,nach seiner Amtsperiode als normales Vorstandsmitglied bei der Fed bleiben zu wollen.
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Warum Kevin Warsh genau der Falsche für eine große Krise ist,lesen Sie hier.
hba/dpa/AP