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Büroräume in einer Straße in Berlin
Foto: Thomas Trutschel / photothek.de / photothek / IMAGO
Wo früher Schreibtische standen,Computer surrten und Chefs Whiteboards mit schlechten Ideen vollkritzelten,da könnte schon bald echtes Leben einziehen. Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen,will die Bundesregierung ab dem 1. Juli den Umbau von leer stehenden Büros fördern.
Bauherren können ab Mittwoch bis zu 30.000 Euro Fördergeld pro neuer Wohneinheit in bislang leer stehenden Gewerbeimmobilien beantragen. »Wir stellen 300 Millionen Euro bereit,um ungenutzten Büro- und Gewerbeimmobilien eine zweite Chance zu geben«,sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD). Die Förderung fließt als Zuschuss,der Deckel liegt bei 300.000 Euro je Investor.
Hubertz informierte sich in Berlin über den Umbau eines Gebäudes im Zentrum,in dem einmal der Berliner Rundfunk untergebracht war und das lange leer stand. Künftig würden hier Menschen zu bezahlbaren Preisen leben können,meinte die SPD-Politikerin.
Experten schätzen,dass in leer stehenden Büros Tausende Wohnungen in Metropolen entstehen könnten. Nach früheren Berechnungen des Immobilienspezialisten Jones Lang LaSalle (JLL) bieten allein ungenutzte Büroflächen das Potenzial für rund 11.000 Wohnungen in den sieben größten Städten. Das Ifo-Institut ging 2024 sogar von bis zu 60.000 möglichen Wohnungen in diesen Großstädten aus. Doch gibt es viele Hürden.
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Ifo erklärte,in vielen Fällen rechne sich der Umbau nicht,denn teils müssen die für ganz andere Zwecke entworfenen Flächen sehr aufwendig und teuer umgebaut werden. Dazu kommt,dass die Baukosten in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Zudem sind Bürogebäude nicht immer auch attraktive Wohnorte,etwa wenn die Anbindung an Schulen,Nahverkehr,Kindergärten,Geschäfte oder Parks fehlt.
ptz/dpa