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Kaffeeproduktion in Brasilien (Symbolbild): Besser gerüstet als in früheren El-Niño-Phasen
Foto: Igor Do Vale / ZUMA Wire / IMAGO
Brasilien hat wegen ungewöhnlicher Wetterbedingungen seine Ernteprognosen nach unten korrigiert. Wie der brasilianische Verband der Kaffeeindustrie (Abic) mitteilt,könnte der Klimazyklus »El Niño« die in diesem Jahr erwartete Produktion um 15 bis 20 Prozent verringern. Hohe Temperaturen und unregelmäßige Regenfälle setzten den Pflanzen zu und könnten die Erträge spürbar drücken,hieß es.
Die staatliche Ernteagentur Conab hatte zuletzt mit einer Gesamternte von 66,7 Millionen 60-Kilogramm-Säcken gerechnet. Nach Einschätzung von Abic-Manager Celirio Inacio da Silva wäre ein Verlust dieser Größenordnung »in einem normalen Jahr« noch erwartbar,im aktuellen Szenario seien das aber »sehr schlechte Nachrichten«.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet,bleibt das Risiko trotzdem hoch,dass »El Niño« den biologischen Zyklus der Pflanzen stört. Hitze und unregelmäßiger Niederschlag könnten dazu führen,dass die Pflanzen uneinheitlich blühen – mit Folgen für Reife,Qualität und Ernteabläufe. »Unregelmäßige Reifung schafft Qualitätsprobleme und macht die Ernte schwieriger«,sagt der Einkaufsmanager einer Genossenschaft gegenüber Reuters.
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Erste Auswirkungen zeigen sich demnach bereits jetzt. In Südostbrasilien gab es zuletzt ungewöhnliche Regenfälle,die nach Schätzungen aus der Branche die Ernte verzögern und Kaffeekirschen zu Boden fallen lassen. Längere Trockenintervalle und kurze,intensive Schauer sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Auch Hitze gilt als Risiko: Bei hohen Temperaturen verlangsamen einige Kaffeesorten den Stoffwechsel,ab etwa 35 Grad Celsius kann er ganz zum Erliegen kommen.
Relativ stabil erscheinen dagegen Teile Nordbrasiliens: In der Region Rondônia erwarten Bauern eine Rekordernte,auch weil Plantagen dort häufiger bewässert werden.
Klimakrise


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msh/Reuters