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Ein Krabbenkutter auf Fangfahrt in der Nordsee
Foto: Karsten Klama / IMAGO
Sie wollen ihre Betriebe aufgeben und beantragen dafür finanzielle Unterstützung vom Bund: 48 Nordseefischer aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben Anträge unter dem »Programm zur endgültigen Einstellung der Fangtätigkeit im Fischereisektor in der Nordsee« eingereicht. Das berichtet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). 19 von ihnen können nun Förderung erhalten,zwölf Millionen Euro stehen dafür bereit.
Die Betriebe sind auf Krabben sowie Plattfische wie Scholle,Seezunge und Flunder spezialisiert. Jeweils 3,5 Millionen Euro stehen für Krabbenfischer in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereit. Fünf Millionen Euro gehen an Plattfischfischer.
Um das Geld zu erhalten,müssen die Betriebe ihre Fanglizenzen abgeben und ihre Kutter bis zum 30. Juni 2027 stilllegen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat das Programm aufgelegt,um die Fangflotte der Küstenfischer zu verkleinern. Die Fischbestände gelten als gefährdet. Zudem wird vor allem mit Grundschleppnetzen gefischt,was Umweltschützer kritisieren.
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Die Flotte an Krabbenkuttern soll laut Ministerium bis 2027 um rund 30 Prozent reduziert werden. Insgesamt stehen dafür 20 Millionen Euro bereit. Für die kommenden Monate sind zwei weitere Förderungsausschreibungen geplant.
Lesen Sie ebenfalls: Auch an der Ostsee geht die Zahl der Fischereibetriebe zurück. Anfang der Neunziger war die Anzahl noch vierstellig,jetzt ist sie unter 300 gesunken. Das liegt auch am Klimawandel.
naw/AFP