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Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg
Foto: Matthias Balk / picture alliance / dpa
Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Juni nur leicht gesunken. Sie ging im Vergleich zum Mai um 15.000 auf 2,936 Millionen zurück,teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
Die BA sprach von einem verhaltenen Ausklang der üblichen Frühjahrsbelebung. Sobald ab etwa März das Wetter wieder mehr Tätigkeiten am Bau,in der Landwirtschaft und der Gastronomie ermöglicht,geht die Arbeitslosigkeit tendenziell zurück. In diesem Jahr war dieser Effekt als Folge der konjunkturellen Flaute und der Auswirkungen des Irankriegs ohnehin schwach ausgefallen. Dieser saisonale Rückgang endet regelmäßig im Juni,bevor mit dem Beginn von Sommerferien und Betriebspausen die Arbeitslosenzahlen im Juli wieder steigen.
»Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen«,sagte BA-Chefin Andrea Nahles. Die Arbeitslosigkeit sinke nur wenig. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung setzte sich demnach die leichte Abwärtstendenz fort. Unter Herausrechnung der Saisoneffekte sank die Arbeitslosenzahl im Monatsvergleich um 1000.
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Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl der Arbeitslosen um 22.000 höher. Die Unterbeschäftigung,die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erfasst und damit die Arbeitslosigkeit ohne statistische Effekte abbildet,lag mit 3,605 Millionen Menschen um 19.000 höher als vor einem Jahr. Laut den aktuellsten Daten für April wurde für 133.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren der BA zufolge 101.000 weniger als im Vorjahresmonat.
fdi/Reuters