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Adidas-Vorstandschef Bjørn Gulden: Vorstandsriege des Konzerns verdient laut Auswertung 106 Mal so viel wie ein Durchschnittsmitarbeiter des Konzerns
Foto: Marcus Brandt / dpa
Es geht teils um Zuwendungen im zweistelligen Millionenbereich: Die Manager in den Vorständen der ersten deutschen Börsenliga haben 2025 im Durchschnitt erneut höhere Vergütungen kassiert als ein Jahr zuvor. Gut 3,9 Millionen Euro erhielt ein Topmanager der 40 Konzerne im Deutschen Aktienindex. Das ergab die jährliche Auswertung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München,über welche die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Demnach stiegen die Bezüge zum Vorjahr um vier Prozent. Ein Großteil sind erfolgsabhängige Boni,die mit Zeitverzug ausgezahlt werden.
Im Durchschnitt aller Dax-Konzerne erhielten die Vorstände 42 Mal höhere Bezüge als die normalen Beschäftigten ihrer Unternehmen. Am stärksten war das Gehaltsgefälle beim Sportartikelhersteller Adidas: Dort verdiente die Vorstandsriege das 106-fache eines durchschnittlichen Mitarbeiters. Auch bei Volkswagen (75-fach) und Fresenius (70-fach) überstieg die Gesamtvergütung für den Vorstand bei Weitem die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Mitarbeiter.
Die Bezüge der Dax-Chefs für 2025 summierten sich der Analyse zufolge im Schnitt auf rund 6,14 Millionen Euro. Die »magischen Schallmauer von zehn Millionen Euro«,die aus Sicht der Aktionärsschützer »gesellschaftlich und auch innerhalb der Unternehmen noch vertretbar ist« sei in zwei Fällen durchbrochen worden,führte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler aus.
Im internationalen Vergleich sind solche Vergütungen für Topmanager aber immer noch gering. Die Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Unternehmen im Euro Stoxx 50 kassierten der Auflistung zufolge für das Geschäftsjahr 2025 ohne die dort gelisteten deutschen Konzerne durchschnittlich 9,5 Millionen Euro. Bei den CEOs der 30 Unternehmen im Dow Jones Industrial Average (DJIA) waren es im Schnitt sogar 30,5 Millionen Euro.
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28 der 30 DJIA-CEOs verdienten im vergangenen Jahr mehr als der bestverdienende Dax-Vorstandsvorsitzende,SAP-Chef Klein. Im Euro Stoxx 50,der die 50 größten börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets abbildet,liegt Klein auf Rang sechs. Spitzenverdiener in diesem Index ist Michel Doukeris vom Brauriesen AB InBev mit 63,9 Millionen Euro Gesamtvergütung.
sol/dpa