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Baustelle in Leipzig: Irankrieg,Niedrigwasser und Inflation bremsen die Baukonjunktur
Foto: Jan Woitas / dpa
Die deutschen Wohnungsbauer klagen vermehrt über stornierte Projekte. Der Anteil der betroffenen Unternehmen erhöhte sich im Juli auf 13,1 Prozent,nach 11,4 Prozent im Vormonat,wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage mitteilte. »Die Auftragslage entwickelt sich langsam in die richtige Richtung,gleichzeitig werden wieder mehr Projekte storniert«,sagte der Chef der Ifo-Umfragen,Klaus Wohlrabe. »Das zeigt,wie fragil die Erholung im Wohnungsbau weiterhin ist.«
Insgesamt hat sich die Stimmung im Wohnungsbau zu Beginn der zweiten Jahreshälfte leicht aufgehellt. Der Indexwert für das Geschäftsklima verbesserte von minus 30,6 Zählern im Juni auf minus 29,3 Punkte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage besser. Die Erwartungen trübten sich dagegen geringfügig ein und bleiben pessimistisch.
Bei der konkreten Auftragslage für die Baubetriebe zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Der Anteil der Unternehmen,die über zu wenig Aufträge berichten,sank von 43,7 auf 41,2 Prozent. Bei der Materialversorgung hat sich die Situation etwas entspannt: Der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei wichtigen Vorprodukten sank von 9,7 auf 8,5 Prozent.
Von Januar bis Mai stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 15,4 Prozent auf 104.700 Wohnungen. »Der Anstieg kommt offenbar langsam in der Branche an«,sagte Wohlrabe. »Bis daraus eine breite Erholung entsteht,ist es aber noch ein weiter Weg.«
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Dennoch dürften dem Ifo-Institut zufolge in diesem Jahr nur 185.000 Wohnungen fertiggestellt werden – ein 15-Jahres-Tief. »Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt«,sagte Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister kürzlich. »Der Irankrieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren.«
mik/Reuters