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Lululemon-Geschäft in Großbritannien
Foto: Hollie Adams / REUTERS
In wohl nur wenigen Unternehmen ist das Verhältnis zwischen Gründer und Firmenleitung so schlecht wie bei Lululemon. Nun wehrt sich die in der jungen Generation beliebte kanadische Sportmarke gegen einen mutmaßlichen Versuch ihres Gründers Chip Wilson,Einfluss im Unternehmen zurückzugewinnen: Lululemon hat die Vorschläge von Wilson zur Sanierung der Marke abgelehnt und ihn dabei scharf kritisiert,wie CNN und andere Medien berichten.
Wilson hat demnach die Marke wiederholt als uncool bezeichnet und vorgeschlagen,den Vorstand umzustrukturieren. In einem Brief an die Aktionäre lehnte Lululemon Wilsons Ideen ab und erklärte,eine Zustimmung dazu auf der kommenden Aktionärsversammlung im Juni würde lediglich »seine fehlgeleiteten Ansichten unterstützen«.
Wilson habe »gezeigt,dass er weder das heutige Geschäft noch das Zukunftspotenzial der Marke vollständig versteht und sich weiterhin unnachgiebig auf die Vergangenheit konzentriert«,erklärte Lululemon. »Seine Vision für Lululemon scheint in der Zeit stehen geblieben zu sein; er betrachtet Lululemon durch die Brille eines Gründers,der seit über einem Jahrzehnt nicht mehr im Vorstand sitzt und seit fast 15 Jahren keine operative Verantwortung mehr im Unternehmen trägt.«
Lululemon ist seit der Gründung 1998 mit Yogakleidung groß geworden und hat den Trend,Sportkleidung auch im Alltag zu tragen,maßgeblich mitgeprägt. Gründer Wilson bezeichnet sich gar als »Erfinder von Athleisure«,so wird die Kategorie genannt,die Sportbekleidung (»Athletic« für »sportlich«) und Freizeitkleidung (»Leisure wear«) mischt. Doch inzwischen steckt die Marke in einer Krise. Neue,starke Konkurrenten und sparsamere Kunden erschweren ihr die Verkäufe. Dazu kommen hausgemachte Probleme.
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Inzwischen hat die Firma die frühere Nike-Managerin Heidi O’Neill zur CEO ernannt,sie soll im September starten.
kko