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Neuer US-Notenbankchef Warsh,US-Präsident Trump im Weißen Haus
Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
Kevin Warsh ist als neuer Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vereidigt worden. Der 56-Jährige wurde am Freitag im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump für eine vierjährige Amtszeit als Nachfolger von Jerome Powell eingeschworen.
Trump sagte bei der Zeremonie,er sei für eine unabhängige Fed. »Schauen Sie nicht auf mich,schauen Sie auf niemanden,machen Sie einfach Ihr eigenes Ding und leisten Sie hervorragende Arbeit«,so Trump. Zugleich machte er aber erneut deutlich,dass er Weichenstellungen für einen niedrigeren Leitzins erwarte. »Wie keiner seiner Vorgänger versteht Kevin,dass es eine gute Sache ist,wenn die Wirtschaft boomt«,sagte Trump.
Der Führungswechsel fällt in eine Phase,in der die Unabhängigkeit der Notenbank unter Druck geraten ist. Warshs Vorgänger Powell war von Trump immer wieder heftig attackiert worden,weil er die Leitzinsen aus Sicht des Präsidenten zu zögerlich gesenkt hatte. Warsh,Trumps Wunschkandidat für die Fed-Spitze,hat sich offen für die Option von Zinssenkungen gezeigt und will zugleich die Bilanz der Federal Reserve deutlich verkürzen. Außerdem strebt er eine engere Abstimmung mit der Regierung an.
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Powell leitete Ende April seine letzte Sitzung als Notenbankchef. Er will jedoch als einfaches Mitglied im Board bleiben. Der Streit zwischen Trump und Powell gipfelte in Ermittlungen gegen Powell im Zusammenhang mit der Renovierung der Notenbankzentrale in Washington,die inzwischen eingestellt wurden.
Mit Kevin Warsh bekommt US-Präsident Donald Trump einen Notenbankchef nach seinem Geschmack. Wieso Warsh genau der Falsche für eine große Krise ist,lesen Sie hier.
luc/Reuters/AFP