Energie

Spritpreise Niedrigwasser am Rhein macht Tanken teurer

Aug 11, 2026 IDOPRESS

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Auto tanken: Die Spritpreise schwanken regional

Foto: Rene Traut / IMAGO

Das extreme Niedrigwasser am Rhein macht Tanken in einigen Regionen des Landes teurer. »Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend«,sagte der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer der Nachrichtenagentur dpa. Es sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise.

Hintergrund ist,dass der Rhein auch für Öl,Benzin und Diesel als Transportweg genutzt wird. In großen Tankschiffen ist dies in der Regel deutlich günstiger als mit vergleichsweise kleinen Lkw. Nach Angaben des Experten steigen durch das aktuelle Niedrigwasser »die Logistikkosten für den Transport von Kraftstoffen und einzelnen Vorprodukten teilweise deutlich an. Die Versorgung ist nach Angaben der Branche bislang jedoch weiterhin gesichert.«

Zudem werde der deutsche Markt nicht ausschließlich über den Rhein,sondern über ein »Netzwerk aus Seehäfen,Raffinerien,Pipelines sowie den Schienen- und Straßenverkehr« versorgt,sagt Laberer. »Daher dürfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu höheren Kraftstoffpreisen beitragen.«

Benzin in NRW und Hessen am teuersten

Das deckt sich mit der auf dem Spritpreisportal »Tankerkönig« einsehbaren regionalen Spritpreisverteilung. Die teuersten Bundesländer bei Benzin sind – zum Stand Dienstagmorgen – Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen,Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Bei Diesel liegen NRW und Hessen auf Platz zwei. Und auch auf Landkreisebene fällt auf,dass sich insbesondere bei Benzin die teuren Gegenden in der westlichen Hälfte Deutschlands ballen,während es in Bayern – vor allem in seiner südlichen Hälfte – am günstigsten ist. Die Unterschiede betragen dabei einige Cent – bei Benzin sind es zwischen Bayern und NRW beziehungsweise Hessen rund sieben Cent,bei Diesel rund acht.

Diesel ab der Raffinerie teurer

Gleichzeitig sind die Dieselpreise der Raffinerien in Europa und den USA am Montag gestiegen. Die europäischen Raffineriemargen für Diesel legten um ‌fast zehn Prozent zu. Der Terminkontrakt für ultraschwefelarmen US-Diesel kletterte um 7,4 Prozent auf 4,19 Dollar pro Gallone. Dies war der größte Anstieg seit dem 13. Juli.

Zuvor hatte die Ukraine eine Raffinerie in der ​russischen Region Tatarstan attackiert. Die jemenitische Huthi-Miliz hatte wiederum die Dschasan-Raffinerie in Saudi-Arabien angegriffen. ⁠Die Anlage in Dschasan ist allerdings nach einem früheren Beschuss bereits seit dem 27. Juli geschlossen.

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Im Irankrieg hat die Blockade der Straße von Hormus,einer Meerenge,das weltweite Dieselangebot verknappt. Der Transport von Kraftstoff und Rohöl aus dem Nahen ​Osten ist unterbrochen. Gleichzeitig hat die Ukraine ihre Schläge ​gegen die ​russische Energieinfrastruktur verstärkt.

In Deutschland liegt der Wasserpegel bei Kaub inzwischen bei 16 Zentimetern,erste Lade- und Entladestellen am Rhein sind nicht mehr erreichbar. Lesen Sie hier,wie das die Wirtschaft und Verbraucher trifft.

kko/dpa/Reuters