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Bald Konkurrent der Deutschen Bahn? Zug des Italo-Konzerns (hier in Venedig)
Foto: Michael Nguyen / NurPhoto / IMAGO
Die Deutsche Bahn geht gerichtlich gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur vor,wonach sie im Fernverkehr auf hochbelasteten Strecken künftig mehr Kapazitäten für Wettbewerber freiräumen muss. Die für die Infrastruktur zuständige Bahn-Tochter DB InfraGo werde ein Eilverfahren dagegen anstreben,hieß es aus Bahn-Kreisen.
Das bundeseigene Unternehmen argumentiert,dass durch den Beschluss der Netzagentur (BNetzA) die Zahl der Konflikte über die Nutzung bestimmter Trassen zu bestimmten Zeiträumen deutlich zunehmen werde. Daraus entstünden rechtliche und praktische Probleme für die Bewirtschaftung der Trassenkapazitäten durch die InfraGo.
Mitte Juli hatte Italo mit der Nachricht Aufmerksamkeit erregt,erheblich in neue Züge investieren zu wollen. Der Konzern will vom Zugbauer Siemens Mobility für etwa drei Milliarden Euro 26 Hochgeschwindigkeitszüge kaufen. Der Vertrag enthält laut einer Mitteilung des Konzerns die Option auf 14 weitere Züge.
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Insgesamt investiert Italo für den Markteinstieg rund 3,6 Milliarden Euro. Das umfasst neben der Beschaffung und Wartung der Züge auch Ausgaben für die Einstellung und Ausbildung von rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Investitionen in Bahnhöfe und IT-Infrastruktur. »Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl,häufigere Verbindungen,faire Preise und einen hochwertigen Service bieten«,sagte Italo-Chef Gianbattista La Rocca.
beb/dpa