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Bankenviertel in Frankfurt am Main: Vergessene Konten verbleiben bei den Instituten
Foto: Matias Basualdo / ZUMA Press Wire / IMAGO
Die allermeisten Deutschen wollen,dass Geld auf vergessenen Konten für soziale Zwecke verwendet wird und nicht den Banken zufließt. 86 Prozent der Befragten befürworten,dass solches Vermögen nach einer angemessenen Frist in einen unabhängigen Sozialfonds fließen sollte. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hervor. Nur zwei Prozent finden,das Geld solle bei den Banken verbleiben. Acht Prozent bevorzugten eine Übertragung an den Staat.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte für die repräsentative Erhebung im Februar bundesweit rund 1600 zufällig ausgewählte deutschsprachige Personen ab 18 Jahren befragt.
Einem Gutachten des Bundesforschungsministeriums zufolge sollen bis zu 4,2 Milliarden Euro auf sogenannten nachrichtenlosen Konten liegen. Das sind Konten,auf die seit Jahren niemand mehr zugegriffen hat und für die sich keine Berechtigten melden. Der Verband Deutscher Erbenermittler schätzte das Volumen in der Vergangenheit sogar auf bis zu neun Milliarden Euro. Nach rund 30 Jahren löschen Banken meist entsprechende Konten,das Geld verbleibt bei den Instituten.
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»Wer seine Vermögenswerte nicht dokumentiert und mit Angehörigen bespricht,riskiert,dass das eigene Ersparte unauffindbar wird«,warnte Sorge-Booms.
mik/KNA