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Teures Benzin und Heizöl Inflation steigt wegen Irankriegs auf 2,9 Prozent

Apr 30, 2026 IDOPRESS
Die Preise in Deutschland sind im April weiter gestiegen, vor allem bei Energie. Allerdings blieb die Inflationsrate vorerst unter der Drei-Prozent-Marke – und könnte damit für Entspannung bei der Europäischen Zentralbank sorgen.

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Tankstelle in Dresden: Verknappung treibt die Preise

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs haben die deutsche Inflation im April weiter nach oben getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 2,9 ​Prozent mehr als ein Jahr zuvor,nachdem die Teuerungsrate im März noch bei 2,7 Prozent gelegen hatte und im ‌Februar bei 1,9 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Schätzung mit. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2024.

»Der ​Irankrieg und die damit einhergehenden Energiepreise lassen die Inflation in Deutschland steigen«,sagte Ökonom Felix Schmidt von der ⁠Berenberg Bank. ⁠Diesel verteuerte sich etwa in Nordrhein-Westfalen um 36,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat,Benzin um 18,8 Prozent. Für Heizöl mussten 27,3 Prozent mehr bezahlt werden,für Fernwärme 2,0 Prozent mehr. »Bisher ‌scheint sich der Preisdruck kaum über die Energiepreise hinweg ausgeweitet zu ​haben«,so Schmidt.

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Nahrungsmittel verteuerten sich mit 1,2 (März: plus 0,9) Prozent unterdurchschnittlich. ‌Dienstleistungen wie Versicherungen oder Reisen kosteten 2,8 (März: ​3,2) Prozent mehr. Die Preise ohne Nahrungsmittel ‌und Energie,auch als Kerninflation bezeichnet,stiegen um 2,3 (März: 2,5) ‌Prozent.

Der leichte ​Inflationsanstieg in Europas größter Volkswirtschaft dürfte vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag »für eine gewisse Entspannung sorgen«,sagte Berenberg-Ökonom ​Schmidt. Eine Zinserhöhung sei damit nahezu ausgeschlossen. ⁠Bei der übernächsten Sitzung des EZB-Rates im ​Juni ​werde die Lage neu bewertet. »Viel wird davon abhängen,ob es zu einer weiteren Deeskalation im Irankrieg kommt«,sagte Schmidt.

dab/dpa