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Bundesbankzentrale in Frankfurt am Main
Foto: Thorsten Wagner / W2Art / picture alliance
Bundesbank-Vorstand Michael Theurer rechnet mit längeren Auswirkungen des Nahostkriegs. Die Folgen für die Finanzstabilität hingen vor allem von der Dauer des Konflikts ab,sagte Theurer der Nachrichtenagentur Reuters. »Von kurzfristigen Auswirkungen kann zwei Monate nach Ausbruch schon keine Rede mehr sein. Geopolitische Risiken haben sich manifestiert.« Der Krieg würge das »zarte Pflänzchen« einer konjunkturellen Erholung in Deutschland ab.
Die meisten Ökonomen und auch die Regierung hatten ihre Wachstumserwartungen zuletzt deutlich nach unten revidiert. Es wird jetzt noch in etwa mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,5 Prozent in diesem Jahr gerechnet. Die Inflation dürfte eher bei drei Prozent als zwei Prozent liegen. Das ist eine direkte Folge des Irankriegs,der die Spritpreise an den Tankstellen nach oben getrieben hat.
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Bei deutlich steigenden Inflationsraten steuern Zentralbanken in der Regel mit Anhebungen des Leitzinses gegen – Unternehmen und Privatleute können dann nur noch zu teureren Konditionen Kredite aufnehmen. Weil das aber auch zu einer Abnahme der wirtschaftlichen Aktivität führt,sind Zinsanhebungen bei Politikern unbeliebt. In den USA etwa liefert sich Präsident Trump seit Langem eine Fehde mit dem Chef der US-Notenbank Federal Reserve,Jerome Powell,zu dem Thema. Trump will niedrige Zinsen für höheres Wirtschaftswachstum,die Fed hingegen fürchtet einen Anstieg der Inflation.
beb/Reuters