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Fahrgäste steigen am Berliner Hauptbahnhof in einen ICE nach Hamburg-Altona ein
Foto: Christoph Soeder / dpa
Die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist infolge wochenlanger Bauverzögerungen deutlich teurer geworden. Die Gesamtkosten der Streckenmodernisierung belaufen sich aktuell auf rund 2,7 Milliarden Euro,wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Frage des Linkenabgeordneten Christian Görke hervorgeht. Zuletzt war von Baukosten in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro die Rede.
Vorgesehen war darüber hinaus noch ein Risikopuffer von rund 300 Millionen Euro. Dieser wurde der Antwort zufolge ausgeschöpft. Ob die Sanierung sogar noch teurer werden könnte,lässt die Antwort offen.
Görke bezieht sich auf das digitale Zugleitsystem ETCS. Diese Technik soll für mehr Kapazität auf der Schiene sorgen,weil Züge in dichterer Taktung fahren können. Das System sollte ursprünglich auch auf der Strecke Hamburg–Berlin eingesetzt werden. Nach jetzigem Stand können die Züge dort aber auch nach der Sanierung nicht mit ETCS fahren.
Zudem hätten gleich nach der Eröffnung Aufzüge nicht richtig funktioniert und Züge seien nicht gefahren. »Für dieses magere Ergebnis mussten viele Tausend Pendlerinnen und Pendler zehneinhalb Monate lang halbe Weltreisen mit dem Bus zurücklegen und mit massivsten Einschränkungen leben«,kritisierte Görke.
Die Strecke Hamburg–Berlin war seit Anfang August für den Fern-,Regional- und Güterverkehr gesperrt. Während der Fernverkehr über Stendal und Uelzen mit einer etwas längeren Fahrzeit umgeleitet wurde,mussten Fahrgäste im Regionalverkehr monatelang auf Ersatzbusse ausweichen.
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hda/dpa