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Lindner beim FDP-Parteitag im Mai: »Ein paar Details hätte ich da anders gemacht«
Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGO
Der frühere FDP-Chef und Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich kritisch zur möglichen Ausgestaltung einer kapitalgedeckten Rente in Deutschland geäußert. »Man fragt sich,was hat Friedrich Merz früher beruflich gemacht«,spottete Lindner in einem Interview mit dem »Tagesspiegel«.
Zum Aufbau der Kapitalrente sollen Arbeitgeber und Beschäftigte laut einem Konzept der Rentenkommission künftig zwei Prozent des Bruttoeinkommens einzahlen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will das Konzept umsetzen und lobt es als Stimulus für die heimische Wirtschaft. »Durch die Beiträge kommen jährlich in Zukunft mindestens 30 Milliarden Euro zusammen,die für den deutschen Kapitalmarkt und für die Investitionen der Unternehmen in Deutschland zur Verfügung stehen«,sagte Merz am Dienstag auf dem Tag der Industrie.
»Das Argument überrascht wirklich«,sagte Lindner mit Blick auf Merz’ Aussagen. »Das Kapital,das angespart wird,das darf gar nicht überwiegend nur in Deutschland angelegt werden. Das muss weltweit diversifiziert werden,um eine im Risiko gestreute,sichere und profitable Anlage zu haben.«
Noch ist völlig offen,wie Gelder aus der Kapitalrente angelegt würden. Zwar könnte ein Teil davon auch in Deutschland investiert werden. Um ähnlich hohe Rendite wie etwa die sogenannte Schweden-Rente zu erzielen,dürfte aber ein großer Teil der Mittel im Ausland angelegt werden. »Entscheidend ist,dass über einen langfristigen Anlagehorizont eine breite Streuung diszipliniert beibehalten wird«,sagte dem SPIEGEL Anja Mikus,Chefin des Atomfonds Kenfo,der als möglicher Verwalter der Beiträge gilt.
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Lindner sprach sich zudem dafür aus,die Verwaltung der Kapitalrente dem Kenfo zu übertragen. »Für mich spricht alles dafür,dass es der Kenfo macht«,sagt er dem »Tagesspiegel«. »Er hat in der Vergangenheit gute Renditen erzielt. Dort verfügt man über notwendige Erfahrung und Kompetenz für eine sehr langfristige Anlage.«
dab