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Angespannter Wohnungsmarkt Mieten steigen im zweiten Quartal deutlich stärker als die Inflation

Jul 21, 2026 IDOPRESS

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Neu gebaute Wohnhäuser in Berlin: Angespannte Lage

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Wer eine Wohnung in deutschen Städten sucht,begibt sich auf einen hart umkämpften Markt: Die Wohnungsmieten sind einer Studie zufolge im zweiten Quartal deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten zogen bundesweit um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Das zeigen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate lag trotz des Iran-Kriegs mit rund 2,6 Prozent deutlich niedriger. Allein zum Vorquartal zogen ‌die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent an.

»Besonders kräftig fällt die Entwicklung derzeit in den Großstädten außerhalb der größten Metropolen aus«,erklärten die Autoren Pekka Sagner und Michael Voigtländer. Hier habe der Zuwachs bei 4,9 Prozent gelegen. Im Umland dieser Städte fiel das Plus mit 3,9 Prozent ebenfalls kräftig aus. In den Top-7-Städten Berlin,Hamburg,München,Köln,Frankfurt,Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit durchschnittlich 2,9 Prozent geringer aus.

Kein starker Preisaufschwung bei Kaufimmobilien

Gestiegen sind auch die Kaufpreise für Wohnimmobilien – aber nur leicht. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich ​bundesweit jeweils um 0,8 ‌Prozent zum Vorjahresquartal. Im Vergleich zum Vorquartal legten die Preise um 0,2 beziehungsweise 1,0 Prozent zu. »Von einem neuen kräftigen Preisaufschwung kann damit bislang nicht gesprochen werden«,so die Studienautoren Sagner und Voigtländer.

Regional nimmt die Differenzierung zu. Bei den Kaufpreisen zeigen sich leichte Rückgänge in den Top-7-Städten,während die übrigen Großstädte und ihr Umland moderate Zuwächse verzeichnen.

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Das Kaufangebot ist seit der Zinswende deutlich gestiegen,fanden die Forscher heraus: Verglichen mit dem ersten Quartal 2022 werden bundesweit nahezu doppelt so ‌viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser inseriert. »Das ​ist vor allem Ausdruck gesunkener Nachfrage und längerer Vermarktungszeiten,nicht einer entsprechend ‌starken Zunahme des Wohnungsbestands«,hieß es.

hej/Reuters