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Hohe Benzinpreise in den USA Trump kritisiert Exxon und Chevron wegen »zu hoher Gewinne«

Aug 4, 2026 IDOPRESS

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ExxonMobil-Anlage in Texas: Preise im Schnitt 30 Prozent höher als vor dem Irankrieg

Foto: Ashley Landis / AP

Zu einer Übergewinnsteuer gegen hohe Renditen der Ölkonzerne konnte sich die deutsche Politik in der aktuellen Spritpreiskrise bislang nicht durchringen. Inhaltlich bekommt die Idee nun aber ausgerechnet durch Donald Trump Rückenwind.

Der US-Präsident warf ExxonMobil und Chevron vor,durch höhere Kraftstoffpreise »zu viel Geld« zu verdienen. »Das gefällt mir nicht«,sagte er. Zudem forderte er: Die Ölgiganten sollten »einen Teil davon an die Öffentlichkeit zurückgeben«.

Die Preise für Kraftstoff sind weltweit und auch in den USA derzeit relativ hoch. Einer der Gründe dafür ist der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen Iran. Seither sind die Preise um mehr als 30 Prozent gestiegen – auf im landesweiten Schnitt zuletzt etwa 4,10 Dollar pro Gallone (3,78 Liter). Im November gibt es Zwischenwahlen in den USA,und die hohen Preise kommen auch bei vielen Wählern von ‌Trumps Republikanern nicht gut an.

Öffentlichkeit als Druckmittel

Trotzdem überraschen Trumps Aussagen. Sie sind eine bemerkenswerte Abkehr von seiner üblichen Verbundenheit mit der Branche. Vergangene Woche hatten die Unternehmen aufgrund des anhaltenden Konflikts in Iran,der die Ölpreise hochhält,Rekordgewinne für das zweite Quartal gemeldet. Chevron verzeichnete etwa den höchsten Quartalsgewinn seit mindestens sechs Jahren. »Chevron,zu viel Geld. ExxonMobil,zu viel. Zu viel Geld«,sagte Trump.

Öffentlicher Druck wird von Trump allerdings häufig als Mittel eingesetzt,um die amerikanische Wirtschaft zu Verhaltensänderungen zu bewegen. Dabei nahm er auch einzelne Unternehmen oft direkt über soziale Medien oder Äußerungen gegenüber Reportern ins Visier. So übte er während seiner ersten Amtszeit Druck auf Automobilhersteller aus,die Produktion in den USA zu belassen,kritisierte Rüstungsunternehmen wegen der Kosten und forderte Pharmaunternehmen auf,die Arzneimittelpreise zu senken. Seit seiner Rückkehr ins Amt hat er diesen Ansatz fortgesetzt und nutzt die Macht der präsidialen Plattform,um Unternehmensentscheidungen zu beeinflussen,ohne sich dabei stets auf formelle Regierungsmaßnahmen zu stützen.

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Um die Benzinpreise in den USA zu drücken,greift Trump teils zu ungewöhnlichen Mitteln. Zuletzt bewarb er etwa die patriotischen Tankstellen von Freedom Fuel,das sich als Billiganbieter auf dem US-Markt etablieren will. Lesen Sie hier mehr zu der ungewöhnlichen PR-Nummer.

apr/Reuters