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Die Telekom (hier in Berlin) erwirtschaftete den höchsten operativen Quartalsgewinn
Foto: Joko / picture alliance
Deutschlands größte Börsenkonzerne haben im zweiten Quartal insgesamt Rekordgeschäfte gemacht,bauen aber gleichzeitig Tausende Stellen ab. Die 40 Dax-Konzerne steigerten ihren Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zum Vorjahreszeitraum um fast 16 Prozent auf zusammen 52,6 Milliarden Euro,das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY,für die Quartalszahlen und Pressemitteilungen analysiert wurden. Das sei so viel wie noch nie in einem zweiten Quartal und zehn Prozent mehr als der bisherige Höchstwert von 2024 – trotz Irankrieg und Zollstreit mit den USA.
Den höchsten operativen Quartalsgewinn meldete demnach die Deutsche Telekom (6,9 Milliarden Euro),gefolgt von Allianz (4,9 Milliarden),VW (3,5 Milliarden) und Siemens (3,4 Milliarden). Das stärkste Gewinnwachstum erzielten Bayer und der Immobilienkonzern Vonovia. Auch der Umsatz der Dax-Unternehmen erreichte mit rund 463 Milliarden Euro in Summe einen Bestwert und stieg um knapp 20,5 Milliarden Euro an.
»Bei vielen klassischen Industriekonzernen,allen voran in der Autobranche,ist von einer Trendwende dagegen nichts zu spüren«,schreibt EY in der Studie. So verzeichneten die Autokonzerne im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang um 1,2 Prozent und einen operativen Gewinneinbruch um 12 Prozent. Das größte Minus beim Betriebsgewinn musste BMW mit 39 Prozent verkraften,bei VW und Daimler Truck ging es je um 9 Prozent bergab.
Die Folge der Wirtschaftsflaute zeigt sich auch bei den Beschäftigten. Zum 30. Juni beschäftigten die Dax-Konzerne rund 3,49 Millionen Menschen – 41.000 weniger als ein Jahr zuvor. 21 von 37 Unternehmen,die Angaben zur Beschäftigung machen,bauten Jobs auf,16 reduzierten sie. Vor allem der Stellenabbau in der Autobranche drückt die Beschäftigung,während etwa der Rüstungskonzern Rheinmetall kräftig Personal einstellte.
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Die Krise der Autobranche sei nicht ausgestanden,sagt Jan Brorhilker,Managing Partner bei EY. Hier gebe es weiter erheblichen Restrukturierungsbedarf,»und wir werden einen weiteren Beschäftigungsrückgang sehen«.
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akb/dpa