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Österreichische Medien Benko-Stiftung hatte offenbar Goldbarren und Bargeld in Millionenhöhe in Schließfächern gebunkert

Apr 30, 2026 IDOPRESS
Eine Liechtensteiner Stiftung der Familie von Immobilienpleitier René Benko hatte laut »Kronen Zeitung« bei einer Bank kostbares Gut gelagert. Investoren und Ermittler vermuteten dort schon lange das wahre Vermögen.

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Benko vor Gericht

Foto: Michaela Stache / REUTERS

Während der insolvente Immobilienunternehmer René Benko weiter in Untersuchungshaft sitzt,forschen Insolvenzverwalter für die Gläubiger nach dem verbliebenen Milliardenvermögen. Nun wurden sie offenbar fündig.

Die Ingbe-Stiftung – benannt nach René Benkos Mutter Ingeborg – mit Sitz in Liechtenstein hatte bei einer Bank Goldbarren im Wert von etwa 14 Millionen Euro,sowie jeweils eine Million Dollar und eine Million Franken in bar eingelagert. Das berichtet die österreichische »Kronen Zeitung«.

Demnach seien nun zwei Schließfächer im Beisein eines Notars geöffnet worden. Die Zeitung berichtet weiter,dass Benkos Masseverwalter bereits im Januar eine einstweilige Verfügung in Liechtenstein erwirkt habe,wonach Vermögenswerte der Stiftung von etwa 50 Millionen Euro einzufrieren seien. Die Bank habe demnach allerdings nicht gewusst,was sich in den Schließfächern befand oder ob diese unter die Verfügung fielen.

Das Vermögen,heißt es weiter,sei nun auf dem Depot der Stiftung gesichert. In Liechtenstein werde in den kommenden ein bis zwei Monaten eine Gerichtsentscheidung zu den Stiftungs-Millionen erwartet.

Bei den Liechtensteiner Stiftungen Ingbe und Arual – deren Begünstigte ebenfalls Familienmitglieder sind und dem Namen von Benkos Tochter Laura rückwärts geschrieben entspricht – vermuteten geprellte Investoren und auch Ermittler das wahre Vermögen von Benko,verschleiert vor dem Zugriff. Sie spielten deshalb in den Ermittlungen eine wichtige Rolle. Ermittler gingen davon aus,Ingeborg Benko sei »nur zum Schein Hauptstifterin« (lesen Sie hier mehr dazu.)

Im März vergangenen Jahres verkaufte die Ingbe-Stiftung etwa 363,5 Kilogramm Gold »aus einem Schrankfach« bei der VP Bank in Liechtenstein. Rund 31 Millionen Euro seien zusammengekommen.

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Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Er wurde in zwei Prozessen wegen Schädigung von Gläubigern verurteilt. Die Urteile sind bisher nicht rechtskräftig. Weitere Ermittlungen gegen Benko laufen.

Die Villa,das Chalet in den Bergen,die Luxusjacht,die Privatjets: Finanzstrafverfolger werfen Immobilienpleitier René Benko vor,dass er sein Luxusleben wohl auch vom Steuerzahler finanzieren ließ. Lesen Sie hier mehr über die erstaunlichen Steuertricks des Ex-Milliardärs René Benko.

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