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Unterstützung der Ukraine Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht

Mar 4, 2026 IDOPRESS
Die EU-Staaten haben wegen des Krieges gegen die Ukraine Hunderte Milliarden aus Russland festgesetzt. Moskau nutzt nun einen Kniff, um juristisch dagegen vorzugehen und beklagt »schwerwiegende Verfahrensverstöße«.

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Gebäude der russischen Zentralbank in Moskau

Foto: Maxim Shipenkov / EPA

Die russische Zentralbank hat Klage beim ​Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht. Dies teilte die Notenbank am Dienstag ‌in Moskau mit. Hintergrund ist das Einfrieren von Teilen ihrer Vermögenswerte in Europa infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Die russische Klage richtet sich gegen einen Beschluss vom Dezember 2025,die Gelder auf unbestimmte Zeit zu blockieren. Zur Begründung hieß es,das Einfrieren sei mit »schwerwiegenden Verfahrensverstößen« verhängt worden,da es per Mehrheitsentscheidung ​und nicht wie vom EU-Recht gefordert einstimmig angenommen worden sei.

»Die EU-Verordnung verletzt die ⁠grundlegenden ⁠und unveräußerlichen Rechte auf Zugang zur Justiz und Unverletzlichkeit des Eigentums sowie den Grundsatz der Staatenimmunität«,erklärte die Zentralbank weiter.

Das im Dezember ‌veröffentlichte EU-Dokument zur Sperrung der Gelder schließt ​eine Klage ‌Russlands vor EU-Gerichten gegen die Entscheidung jedoch aus. Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters,die mutmaßlichen Verfahrensverstöße stünden im Mittelpunkt der Klage.

Nicht die erste Klage gegen die Europäer

Die Zentralbank schätzt,‌dass westliche Länder rund 300 Milliarden Dollar an russischem Staatsvermögen festgesetzt haben. Der größte Teil dieser Vermögenswerte ist in ‌Europa bei dem belgischen Zentralverwahrer ​Euroclear eingefroren.

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Auch Nicht-EU-Staaten verschärften zuletzt ihre Sanktionen gegen Russland. Die Schweizer Regierung entschied jüngst,dass ab Ende April kein russisches Flüssiggas mehr importiert werden darf. Vorschriften für Kryptowährungen und Meldepflichten wurden ebenfalls verschärft.

jpe/Reuters