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Unkrautvernichter Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat: Bilanz in jedem Jahr belastet
Foto: Jeff Roberson / dpa
Auf der Hauptversammlung am 24. April will Bayer-Vorstandschef Bill Anderson die erste Version einer Schlussbilanz für das Glyphosat-Abenteuer vorstellen,das den Konzern in den vergangenen sieben Jahren schwer belastet hat. Zwar ist noch nicht ganz klar,wie viele der 67.000 verbliebenen Kläger das im Februar vorgelegte Vergleichsangebot annehmen. Die Chancen,dass die Zahl derer gering ist,die ein Urteil abwarten,sind nach Einschätzung der Konzernstrategen groß. Denn Ende Juni wird das oberste Gericht der USA ein Grundsatzurteil fällen,das Schadenersatzklagen wegen Glyphosat in Zukunft den rechtlichen Boden entziehen könnte. Der Konzern stellt für den Vergleich umgerechnet weitere 6,7 Milliarden Euro bereit.
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Neben Glyphosat kamen auch noch Klagen wegen des Unkrautvernichters Dicamba und wegen der Chemikalie PCB hinzu. Das von Monsanto verkaufte PCB wurde bis Ende der 1970er-Jahre in Baustoffen verwendet,dann aber wegen der Gesundheitsrisiken verboten. Wegen möglicher gesundheitlicher Schäden durch PCB klagten US-Kommunen und Schulen zuletzt gegen Monsanto und Bayer.
mik